AWO- Vorstand:
Unsere Flüchtlingshilfe vor Ort
Im März 2015 hat der gesamte Vorstand des Kreisverbandes zusammen mit anderen Interessierten einen neuen Verein unabhängig vom AWO Statut gegründet. Es ist ein Förderverein, der Spenden für die Schulbildung junger Mädchen sammeln soll und diese unbürokratisch und 100prozentig an die bedürftige Schule in Goma weiterleitet. Warum machen wir das nicht selbst? Eine gute Frage und leicht zu beantworten. Unsere Satzung lässt es nicht zu, Mittel zu sammeln und an andere ohne  Vereinbarungen mit Personen vor Ort und Abrechnungsunterlagen weiter-zugeben. Damit wollen wir unsere Vorstandsarbeit  nicht belasten und uns weiterhin auf den Landkreis konzentrieren.                                                                             In dem neuen Verein, der  als „Förderverein Shukrani e.V. eingetragen wird, können wir auch auf Unterstützung von Nicht- AWO Mitgliedern rechnen.  Der Verein ist auf einer Gründungsversammlung gegründet und die Eintragung in das Register durch einen Notar beantragt. Die Kosten für die Eintragung decken wir zum Teil durch eine Spende von Frau Dr. Schmidt, herzlichen Dank.                                 Den persönlichen Kontakt nach Goma hält seit einigen Jahren Regina Albani und es gab schon Besuch aus Goma bei uns im AWO Vorstand. Berichte von Regina und aus Presseinformationen haben uns motiviert vor Ort zu helfen. In der Demokratischen Republik Kongo herrscht Schulpflicht, aber: "Wenn man keine Mittel hat, kann man hier nicht zur Schule gehen", sagt Pater Pierre Thaddee von der Kirchgemeinschaft Notre Dame du Carmel, dem Träger der Schule. Überhaupt kann man in dem Land, in dem Krieg und Korruption an der Tagesordnung ist nur den kirchlichen Einrichtungen trauen. Mindestens 24 Prozent der Kongolesen sind Analphabeten. Schulen und vor allem die Universitäten des Landes sind der reichen Elite vorbehalten. Dabei wäre es für die Entwicklung des Landes so wichtig, dass alle ein Basiswissen haben. Nur 29 Prozent aller Kinder schließen die Volksschule ab, geschätzte 4,7 Millionen Kinder im Volksschulalter besuchen keine Schule, und etwa sechs Millionen Jugendliche haben bisher keine formale Ausbildung genossen. Ehemalige Kindersoldaten, die unter den Auswirkungen des Bürgerkriegs besonders leiden, haben lediglich das Recht auf ein Jahr kostenloser Schulbildung. Jugendlichen ab 15, die aufgrund ihrer Zwangs-rekrutierung keine Schule besuchen konnten, wird auch dieses Recht verwehrt. Zwar haben manche Kinder ein Heft von Unicef bekommen, doch wenn es voll ist, müssen sie auf ein Neues warten, bis die Eltern, insofern sie Eltern besitzen, Geld dafür haben. Ein Buch haben viele noch nie in der Hand gehabt. Auch findet Unterricht oft in zwei Schichten statt, weil die Schule zu klein ist. So macht die eine Hälfte den Schulhof sauber, während die andere lernt. Schwer haben es die elternlosen Mädchen, für die sich die Schule besonders verpflichtet fühlt. Während dem Bürgerkrieg in Ruanda, indem eine Million Menschen umkamen, sind tausende Menschen nach Goma geflüchtet. Die Millionen-stadt Goma liegt unmittelbar an der Grenze und kämpft immer noch mit den Folgen des Vulkanausbruchs von 2002 und überlässt zum großen Teil das Flüchtlingsproblem der UNO und den Kirchgemeinden, die wiederum auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen sind. Hier wollen wir tätig werden.

Die Dem. Rep. Kongo ist 6X größer als    Deutschland


























Die sozialen Spannungen spüren wir auch in Europa, wenn Flüchtlinge in Afrika keine Zukunft bekommen und zu Hunderttausenden auf gefahrvollem Weg versuchen hier Sicherheit zu finden. Eine gute Bildung hilft den Menschen ihre Zukunft vor Ort selbst zu gestalten. Wer Interesse an dem Verein hat und evtl. Mitglied werden möchte, bitte bei Regina melden: reginayou2000@yahoo.de oder jedem anderen Vorstandskollegen/in.
Peter Kettler












Vulkangestein als Baumaterial

Flüchtlingslager in Goma  (Foto Albani)




                                      
AWO Sonnenstein gGmbH will in Heidenau bauen

An der Dresdner Straße in Heidenau soll ein Berufsbildungszentrum für 100 Behinderte Menschen entstehen. Der Standort im Reifenwerk entfällt.
Arbeits- und Berufsbildungsangebote der AWO Sonnenstein gGmbH gibt es bereits in Heidenau. Nun soll ein Zentrum entstehen, das beide Bereiche vereint. Als Standort ist eine Fläche neben der AWO Jugendwerkstatt an der Dresdner Straße vorgesehen, die im Rahmen einer Erbbaupacht erworben wurde.
Das Zentrum wird 100 Plätze haben, jeweils 50 für die Bereiche Berufsbildung und Arbeit. Der Bildungsbereich wird damit in Heidenau zusammengefasst. Bisher bieten die Werkstatt-Betriebsstätten Pirna¬-Sonnenstein und Dippoldiswalde Berufsbildung an. Das fällt dann weg, sagt der Pirnaer Werkstattleiter Ingo Mangelsdorf Die beiden Standorte bleiben jedoch als Arbeitsstätten für Behinderte Menschen erhalten.
Der dritte bisherige Arbeitsbereich befindet sich im Heidenauer Reifenwerk. Hier können 64 Behinderte Menschen arbeiten. Gegenwärtig sind jedoch nicht alle belegt. Die anderen Behinderten arbeiten in Betrieben, sagt Mangelsdorf. Das sei eine angestrebte Form. Uber ein Viertel aller bei der Sonnensteiner Werkstatt beschäftigten Behinderten Menschen ist so tätig.
Aus den Räumen im Reifenwerk wollen und müssen wir jedoch raus, da die Bausubstanz schlecht ist bzw. das Reifenwerk die Gebäude abreißen will", sagt Mangelsdorf. Das war ein Ausgangspunkt, um über einen Neubau nachzudenken und die Angebote zu konzentrieren.
Derzeit wird ein Entwurf erarbeitet, der Ende Mai vorgelegt fertig sein soll. Danach entscheiden die Fördermittelgeber im Freistaat über das Vorhaben, sagt Mangelsdorf. Die AWO muss auf jeden Fall ein Fünftel der Kosten tragen. Wie viel das ist, kann derzeit noch nicht gesagt  werden. Das ist erst nach der Fertigstellung des Entwurfes möglich. „Wenn alles optimal läuft, können wir im Frühjahr 2015 mit dem Bauen beginnen", sagt Mangelsdorf. Es wird mit einer Bauzeit von etwa einem Jahr gerechnet.
In dem neuen Objekt werden sich die Bildungs- und Arbeitsmöglichkeiten für die Behinderten Menschen weiter verbessern. Besonderen Wert legt die AWO auf die Berufsbildung. Die Behinderten Menschen beenden sie mit einer Prüfung und einem Zertifikat der Industrie- und Handelskammer, sagt Mangelsdorf.
Für die über 30 Kooperationspartner der Werkstätten ändert sich mit dem Neubau nichts, sagt Mangelsdorf. „Ihnen ist ja egal, woher sie unsere Zuarbeiten bekommen, wenn sie in der geforderten Qualität sind." In den Pirnaer AWO-Werkstätten arbeiten über 500 Menschen mit geistiger, psychischer, Körper- oder Mehrfachbehinderung. Die Einrichtung ging 1991 aus dem Kreisrehabilitationszentrum Pirna hervor und in Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt über. Die Integrationsfirma in Heidenau, die auch als Holzwerkstatt bekannt ist, ist eine Schwestergesellschaft der Werkstatt. Sie arbeitet unter anderem auch mit Heidenauer Schulen zusammen, derzeit zum Beispiel mit der Oberschule. Deren Schüler bauten sich mit Unterstützung der Arbeiterwohlfahrt ihren Wunschschulhof.
Die Stadt Heidenau befürwortet das Vorhaben der AWO und werde es unterstützen, wenn Hilfe gebraucht wird.
Historische Konferenz in Heidenau OT Gr0ßedlitz

Veranstalter: Arbeiterwohlfahrt Sachsen und Friedrich-Ebert-Stiftung, Landesbüro Sachsen
Wann?13. Juni 2015 (auch im Rahmen der bundesweiten AWO Aktionswoche vom 13.-21.6.2015), Uhrzeit: 10 bis 15 Uhr
Wo?Barockgarten Großsedlitz (Parkstraße 85, 01809 Heidenau)
Die Historische Konferenz soll die Rolle zivilgesellschaftlicher Organisationen im Transformationsprozess zur demokratischen Gesellschaft mit subsidiär aufgebautem Wohlfahrtsstaat beleuchten. Die Geschichte der AWO als nach Verfolgung wiederbegründeter, demokratisch aufgebauter, auf Selbsthilfe setzender Wohlfahrtsverband steht dabei exemplarisch für die Aufbauleistung hin zu einer demokratisch verfassten Zivilgesellschaft, die vormals staatliche Aufgaben - hier: im Sozialbereich - übernimmt und gleichzeitig die Transformationsfolgen wie Strukturwandel, einhergehende Arbeitslosigkeit und verbreitete Unsicherheit bewältigen hilft.
Die Veranstaltung dient der Würdigung der Aufbauleistung durch die Gründergeneration und soll über die Vermittlung von Kenntnissen zur regionalen Aufarbeitung der Verbandsgeschichte ein Auftakt sein, die Zeitzeugenerinnerungen zu sichern. Um der über die letzten 25 Jahre hinausreichenden Geschichte der Arbeiterwohlfahrt gerecht zu werden, sollen über einen Exkurs beide Phasen des demokratischen Aufbaus in Sachsen in den Blick genommen werden: neben der „Wendezeit“ auch die Zeit der Weimarer Republik. Denn: Die AWO-Wurzeln reichen tief.

Jubiläumsfeier 25 Jahre Wiederbegründung - 20 Jahre AWO Landesverband Sachsen
VON TIEFEN WURZELN UND NEUEM AUFBRUCH
Jubiläumsfeier anlässlich von 25 Jahren Wiederbegründung der Arbeiterwohlfahrt in Sachsen
Wann?13. Juni 2015 ab 17 Uhr
(im zeitlichen Übergang zwischen Historischer Konferenz und Jubiläumsfeier werden Parkführungen angeboten)
Wo?Friedrichschlösschen im Barockgarten Großsedlitz (Parkstraße 85, 01809 Heidenau)


















I. II.Programmablauf der Historischen Konferenz5 min 10 min10.00 - 10.05 Uhr
10.05 - 10.20 Uhr
Begrüßung Margit Weihnert, AWO Landesvorsitzende
GrußwortePetra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung
Wilhelm Schmidt, Präsident des AWO Bundesverbands
III.FachvortragDr. Mike Schmeitzner, TU Dresden, Hanna-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung40 min10.20 - 11.00 Uhr
Arbeitstitel:„Zwischen Wohlfahrtsstaat und Zivilgesellschaft. Die Arbeiterwohlfahrt in Sachsen“
IV.ImpulsProf. Dr. Joseph Matzerath, TU Dresden, Institut für Sächsische Landesgeschichte20 min11.00 - 11.20 Uhr
Arbeitstitel:„Das kollektive Gedächtnis: Warum wir uns vor allem an Fürsten und Kriege erinnern.
Wie kann sächsische Sozial- und Alltagsgeschichte bewusster wahrgenommen werden?
V.Raum für Nachfragen und Diskussion30 min11.20 - 11.50 Uhr
Mittagessen45 min12.00 - 12.45 Uhr
VI.Projektvorstellung „Erinnerungsdatenbank: Erinnerung sichern - Engagement würdigen“25 min12.45 - 13.05 Uhr
Ein Oral-History-Projekt der Arbeiterwohlfahrt in Sachsen - Beispielinterview mit Dr. Helga Otto
VII.Diskussion25 min13.05 - 13.35 Uhr
VIII.Impuls:Tilo von Ameln20 min13.35 - 13.55 Uhr
„Tante Else“ - Die Geschichte der Görlitzer Arbeiterwohlfahrt 1919-1933 am Beispiel einer Protagonistin
Kaffeepause30 min14.00 - 14.30 Uhr
IX.Impuls:NN15 min14.30 - 14.45 Uhr
Recherchewege für die Lokalgeschichte der Weimarer Zeit
X.Nachfragen und Diskussion10 min14.45 - 14.55 Uhr
XI.Ausblick und Schlusswort5 min14.55 - 15.00 Uhr

Aktuell 2015